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27.10.14Mit REWE Regional zu Besuch in der Kelterei Heil, oder: Apfelsaft selbst gemacht!

Die Leute, die mich besser kennen wissen, dass ich Äpfel liebe. Als Kind soll ich so viele Äpfel gegessen haben, dass der Spruch “An apple a day, keeps the doctor away.” wohl in “2 or 3 apples…” ungeschrieben werden müsste. Irgendwann bekam ich den Beiname “das kleine Apfelfresserchen”, weil meine Mutter nicht so schnell Äpfel nachkaufen konnte, wie sie weg waren.

So war es also keine Frage, dass ich mich riesig gefreut und gleich zugesagt habe, als ich eine Einladung von REWE Regional* zum “Bloggerevent Apfelsaft selbst gemacht” im meinem Emailfach hatte. Die Veranstaltung sollte in der Kelterei Heil*, im hessischen Laubuseschbach, stattfinden. Ich, alias “das kleine Apfelfresserchen”, habe aber nicht nur zugesagt, weil mir Äpfel so schmecken, sondern auch, weil ich es toll fand, mehr über die Apfelsaftproduktion zu erfahren und sogar Apfelsaft selbst keltern zu dürfen.

Aber was ist uns eigentlich wichtig bei ApfelsaftDie Farbe? Das Etikett? Naturtrüb vs. klar? Direktsaft vs. Konzentrat? Die Herkunft?

Freunde, Bekannte, Verwandte wurden von mir auf allen Kanälen mit dieser Frage beschäftigt und haben bereitwillig geantwortet. Herauskam, dass vor allem naturtrüber Direktsaft aus der Region beliebt ist. Hat man nun aber Aufklärungsshows, Artikel, Polittalkshows der letzten Wochen ein wenig verfolgt, war deren Tenor klar: Eigentlich wissen wir doch kaum noch, wo unsere Produkte wirklich herkommen, bzw. wo diese verarbeitet, veredelt und abgepackt werden. Da wird ein “echt italienisches” Olivenöl zwar in Italien hergestellt, die Oliven sind aber vor allem aus Spanien, Griechenland und einige wenige auch aus Italien. Solche Berichte (die sich leider häufen) verunsichern mich und lassen mich mein Konsumverhalten stark überdenken. Gerade aus dieser Perspektive fand ich es interessant herauszufinden, was sich hinter der Marke REWE Regional eigentlich verbirgt!

In Laubuseschbach angekommen, wurden Elena, Ines, Tobias und ich von Martin Heil (Kelterei Heil) und Christian Eckstein (Produktmanager von REWE Regional) in Empfang genommen und anschließend durch die Familienkelterei geführt.

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Der Familienbetrieb Heil, der z.B. den naturtrüben Apfel-Direktsaft für REWE Regional herstellt, bezieht die Äpfel für Apfelsaft, Äppelwoi (Apfelwein), Cidre & Co. von hessischen Privatleuten im Umkreis von ca. 50 km. Seit gut 25 Jahren haben die Heils ca. 40.000 Apfelbäume an Privatpersonen abgegeben, die ihnen ihre jährliche Ernte in die alte Kelterei bringen. Damit der Ertrag gut ist, bietet die Kelterei regelmäßig Schnitt – und Pflegekurse für die Apfelbaumbesitzer an. Toller Nebeneffekt: Diese Äpfel sind meist ungespritzt!

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Sie werden Auto – bzw. Anhängerweise in die alte Kelterei gebracht, die speziell für die Verarbeitung der Äpfel zuständig ist. Hier können ca. 17 Tonnen Äpfel pro Stunde verarbeitet werden. Wahnsinn, oder?

Flaschi kontrolliert die Glasflaschen auf Fehler

“Flaschi” kontrolliert die Glasflaschen auf Fehler. Den Name hat die Prüfmaschine übrigens von einem Grundschüler bekommen, der sich als Namenspate engagieren durfte.

In der neuen Kelterei wird der gewonnene Apfelsaft dann auf 75 °C erhitzt, heiß in Flaschen abgefüllt und schließlich im Rückkühlungstunnel wieder abgekühlt. Hier findet auch die Etikettierung und Verpackung der Flaschen statt (lustiges Detail: Sogar der Leim für die Etiketten ist bei Heils vegan). Im Lager, das mir aufgrund seiner Ausmaße das ein oder andere “Ohhhh…Wow” entlockte, tummeln sich ca. 700.000 – 1.000.000 Glasflaschen, die auf ihren Einsatz bzw. auf ihre Abholung warten.

Das Lager der Kelterei Heil

Das Lager der Kelterei Heil

Im Anschluss an die Führung gabs dann ein kleines Highlight: Wir durften mit einer alten Apfelpresse selbst Apfelsaft machen:

Die Äpfel wurden in den trichterförmigen Aufsatz gegeben und dort zermalmt bzw. zerhackt.

Martin Heil macht's vor: So bekommt man Apfelsaft in weniger als 5 Minuten!

Martin Heil macht’s vor: So bekommt man Apfelsaft in weniger als 5 Minuten!

Die zerhackten Apfelschnitze wurden in einem Tuch aufgefangen.

Das Tuch wurde dann gut zusammengefaltet und mit Holzstücken abgedeckt.

Und nun wurde gepresst:

Nach ein paar Minuten und ein wenig Schweiß lief er dann aus der Presse: Der selbst gemachte Apfelsaft. 

Sehr, sehr lecker! 

 Zum Abschluss des Nachmittags wurde es dann bei hessischem Handkäse und Wurst richtig gemütlich. Zeit für weitere Fragen und einen gelassenen Austausch über die Apfelsaftherstellung und das Bloggen.

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Handkäs’ mit Musik :)

Jeder Teilnehmer durfte dann noch zwei Flaschen selbstgepressten Apfelsaft mit den REWE-Etiketten verzieren und mit nach Hause nehmen.

Zu Hause wurde der Saft dann gleich verkostet. Dazu gabs Apfelmuffins nach einem Rezept der Hummingbird Bakery mit leckeren Cake-Toppern aus Apfelschnitzen, Schoki und bunten Streuseln. Lecker!

Der selbst gemachte Saft ist übrigens nicht erhitzt wurden und auch deshalb ein wenig dunkler.

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Was für ein toller Nachmittag! Meine Fragen wurden alle beantwortet und ich gehe mit einem guten Gefühl nach Hause. Regional heißt beim Apfelsaft der Kelterei Heil für REWE Regional also wirklich REGIONAL, das war mir ehrlich gesagt am wichtigsten!

Was ist euch denn bei Apfelsaft wichtig? Wie trinkt ihr ihn gerne und habt ihr auch schon mal welchen selbst hergestellt? Ein toller Geschmack, oder?

Zum Abschluss möchte ich noch DANKE sagen:

Vielen Dank an REWE Regional*, vor allem an Christian und Julia, für die tolle Einladung zu diesem einmaligen Event. Und einen ebenso großen Dank an die Kelterei Heil*, vor allem an Martin Heil und Ute Schäfer, für die Führung, die leckere, herzliche Verpflegung und die Beantwortung all unserer Fragen.

Ich hoffe, dass ich euch mit meiner Apfelfreude anstecken konnte und euch einen kleinen Einblick in die Apfelsaftherstellung geben konnte.

Habt einen tollen Tag,

Kaddi

* Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit REWE Regional und der Kelterei Heil. 

02.10.14Ein Liebesbrief an den Herbst. 

halloherbstHallo lieber Herbst!

Ich möchte dir einen kleinen Liebesbrief schreiben. Das hab ich nämlich schon lange nicht mehr getan. Jahrelang fand ich dich eigentlich ziemlich doof. Langweilig und düster irgendwie, eher zum Abgewöhnen, als an dich gewöhnen, aber dieses Jahr hast du mich entzückt. Nachdem der Sommer, diese kalte Socke, endlich weg war, strahlst du jetzt umso schöner und lässt mir warm ums Herz werden. Ich liebe unsere Cafédates in der warmen Herbstsonne. Ich mags, wenn wir beide miteinander kochen oder backen, denn da hast du so viel zu bieten: Kürbis, Beeren, Pflaumen und noch so viel mehr. Und ich liebe die Farben, die du der Natur entzauberst: Das Orange, Rot, Braun der Blätter, die herrlichen Blumen, die man z.B. unten auf dem Bild sieht, die Kastanien und und und. Ich liebe unsere gemeinsamen Spaziergänge und den Geruch, den du dabei verströmst. Und ich liebe es einfach abends mit dir in einer flauschige Decke gewickelt auf dem Sofa zu liegen, Tee zu schlürfen und ein Buch zu lesen.

Ja, die Zeit mit dir ist wirklich klasse, lass diese schönen Seiten noch ein bisschen andauern.

♥-lichste Grüße von Kaddi

Und warum liebst du den Herbst? Willste es ihm nicht auch sagen?

In diesem Sinne wünsche ich euch allen ein tolles, verlängertes Herbstwochenende!!

halloherbst1Ein großes Dankeschön geht hier an meinen Bruder, einen großartigen Floristen, der mir immer die Namen der Blumen, die ich in Windeseile kaufe, verrät und dabei soviel Geduld hat!

 

22.09.143 Dinge, die mir gerade richtig gut tun. Dir vielleicht auch?  

1. Durch das Magazin “Päng!” zu blättern, weil es so herrlich anders und erfrischend ist. Päng! ist eigentlich das Überbleibsel einer Bachelorarbeit, die dazu geführt hat, dass das Magazin jetzt von einem kleinem Team im Selbstverlag vertrieben wird. Die Macher von Päng! stellen sich bei jeder Ausgabe die Frage: “Was willst du jetzt in diesem Moment am liebsten machen?”. Raus kommen tolle Geschichten von interessanten Menschen, eindrucksvolle Portraits und imposante Bilder.

Besonders bewegt hat mich die Geschichte von ehemaligen Prostituierten in Brasilien, die mit ihrem eigenen Modelabel den Straßenstrich auf den brasilianischen Catwalk holen und sich so (endlich) als Teil der Gesellschaft fühlen. (Erschienen in Päng!5)

Besonders schön: Die Fotos vom Almabtrieb von ca. 2000 Schafen in Südtirol! (Erschienen in Päng!3)

Besonders inspirierend: Die Eingangsworte zu jedem Heft! Echt gelungen, liebe Pängs! Ich finds einfach toll, wie ihr in ein paar Zeilen so viel Wahres und zum Nachdenken Anregendes schreibt, das das ganze Heft begleitet. Geliebt habe ich zum Beispiel die Entrée in Heft 5: Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal getan? , weil es genau mein Lebensgefühl trifft. Vor allem der Spruch von der Oma eurer Freundin: “In 100 Jahren ist alles egal.” Stimmt! Ich geh dann mal was zum ersten Mal machen!

Und Lust bekommen auf Päng! ? Schaut euch doch mal das Video hier unten an. Dort seht ihr noch mehr zur Idee des Heftes, aber auch zu den Schwierigkeiten des Selbstverlags etc. Vielleicht gefällt euch Päng! ja ebenso wie mir?

Päng! goes Crowdfunding from Päng!Magazin on Vimeo.

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08.09.145 Dinge, die man in Rotterdam unbedingt machen sollte  

Mein heutiger Post wirft wahrscheinlich die “eine” Frage auf: Warum denn Rotterdam? Diese Frage wurde mir selbst auch häufiger gestellt, denn Rotterdam ist als Ausflugsziel einerseits kaum bekannt und andererseits haftet der Stadt ein “hässliches Hafenimage” an, das mir vorher wenig präsent war. Mein Arzt brachte dieses Image auf den Punkt: “Ist Rotterdam denn überhaupt schön?”.

Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten, aber wenn ihr auf städtische Gegensätze steht, wenn ihr Kontraste von alten und neuen Gebäuden mögt und wenn ihr moderne Architektur gut findet, dann seid ihr in Rotterdam richtig. Diese Stadt ist sicherlich nichts für Leute, die ausschließlich auf die idyllische Grachtenromantik Amsterdams stehen und die es eher in “alte, jugendstilhafte” Städte verschlägt.

Ach, genug geschnackt, ich nehm euch jetzt einfach mit nach Rotterdam und zeige euch 5 Dinge, die ihr dort unbedingt machen solltet. continue reading