5 Gründe, warum es einfach toll ist, schwanger zu sein. Und 5 Gründe, warum es gut ist, wenn die kleine Bauchakrobatin sich endlich mal zeigt

Bisher hab ich hier noch nicht viel von meiner Schwangerschaft erzählt, und das wird wohl auch so bleiben. Zum einen, weil das hier kein Mamablog ist bzw. wird, zum anderen weil die Schwangerschaft auch bald schon rum ist. Noch eine Woche arbeiten, dann beginnt der Mutterschutz. Wahnsinn, oder? Die Zeit fliegt nur so an mir vorbei. Die Bauchkugel wächst und wächst und ich bin richtig happy.

Warum es so toll ist, schwanger zu sein, und warum ich aber auch ganz froh bin, wenn die kleine Bauchakrobatin sich endlich zeigt, verrate ich euch jetzt.

5 Gründe, warum ich es toll finde, schwanger zu sein:

  1. Ich bin nie allein. Nie! Die kleine Bauchakrobatin in mir macht sich jeden Tag bemerkbar. Morgens, mittags, abends sind wir zusammen, quatschen, sie macht Kunststücke, ich schau verdattert auf die Kugel und frag mich, was sie darin eigentlich grad für ne Party feiert. Bin aber eigentlich nur froh, dass sie sich jeden Tag meldet und ich so weiß, dass es ihr gut geht.
  2. Der Bauchumfang wächst und das ist doch der Hit, oder? Paradox, nicht wahr? Ich pass nicht mehr in mein Lieblingsshirt, ist ja super! „Was???“, fragen die einen. „Endlich!“, antworte ich. Denn ich bin richtig froh, dass man nun endlich sieht, dass ich ein Kind krieg und nicht nur zu viel in den Ferien gegessen habe. Werbeindustrie, Schönheitsideale etc. können mir grad mal den Buckel runter rutschen!
  3. „Legales“ Stöbern. Endlich hab ich einen Grund in Kinder/Babyabteilungen herumzustöbern und die winzig kleinen Kleidchen, Schühchen und Accessoires zu bestaunen, in die ich leider nicht so ganz reinpasse. Ohne Grund geht das natürlich auch, ist aber irgendwie nur halb so schön, oder? Genauso halb so schön, wie wenn man zum Brautmodenladen geht und nur mal gucken will. Aber nur nicht falsch verstehen: Ich find das nicht komisch, wenn jemand sowas macht, denn ich hab auch schon Hochzeitskleider anprobiert, obwohl ein Antrag weit und breit nicht in Sicht war. Die Aktion selber war lustig, das Gefühl dabei ist aber schöner mit dem passenden Anlass. :)
  4. Ich hör mehr auf mich und meine Bedürfnisse. Wenn was nicht passt, passts nicht und wird auch nicht passend gemacht. Schluss, aus, basta! Ich konzentrier mich aufs Wesentliche und werfe viel unnötigen Ballast über Bord. Gerade am Anfang der Schwangerschaft, als ich eigentlich nur murmeltierartig vor mich hinvegetiert habe, habe ich gelernt öfter mal „Nein“ zu sagen und das tut soso gut, ne?
  5. Gentlemen and Gentlewomen – everywhere! Schwanger zu sein, hat so seine Vorteile: Du bekommst alles getragen, sitzt bei Fahrgemeinschaften immer vorne, musst dich also nicht auf die enge Hinterbank quetschen, auf der du sonst Platzangst bekommst. In Bus, Bahn, Zug bekommst du eigentlich immer einen Platz angeboten und täglich wird mehrmals gefragt, wie es dir so geht. Seitdem ich schwanger bin macht mein Mann (noch) mehr im Haushalt als sonst und ich darf soll sitzenbleiben. Herrlich, oder?

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5 Gründe, warum ich auch ganz froh bin, wenn meine Bauchakrobatin sich endlich mal sehen lässt:

  1. Ich bin neugierig. Furchtbar neugierig. Wie ist die wohl so? Ist die draußen genauso ne Partymaus wie drinnen? Wem sieht sie ähnlich? Wie wird das so zu dritt? Wie wird die Geburt/ das Elternsein so?  Stimmt der Spruch gegen den ich mich so wehre wirklich? (Genieß die Zeit jetzt nochmal, ist das Kind erst da, wirste dazu keine Zeit/Lust/Muße mehr haben.) Fragen über Fragen…
  2. Ich will wieder auf dem Rücken schlafen. Das geht leider schon ein paar Wochen nicht mehr wirklich, aber ich hab mal wieder so richtig Lust drauf! Danach werde ich mir wahrscheinlich eher wünschen, überhaupt zu schlafen, denn wie ich in einem meiner Lieblingsbücher mit einem Augenzwinkern gelernt hab: Schlafen ist der neue Sex. Weißte bescheid, ne?
  3. Ich bin gespannt auf die neue Dimension der Ratschläge, die da (ganz sicher!!!) kommen werden. Die erste Dimension war auch schon nicht schlecht, ehrlich. Manche zum wirklich drüber Nachdenken, andere zum Lachen, manche zum Weinen bzw. Weglaufen, aber eins waren sie auf jeden Fall immer: Unterhaltsam. Man betrachte mal die unterschiedlichen „Ratschlaggeber“: Mitschwangere, die sich durch 1000 Schwangerschaftsbücher gewühlt haben und dir jeden Tipp auswendig aufsagen können und zusammen mit den jungen Müttern immer fragen, ob du das und das schon gemacht hast, denn das ist ja der absolute Hit. Dabei setzen sie sich zum Teil gehörig unter Druck bzw. bringen dich zum Zweifeln, ob du XYZ vielleicht wirklich schon hättest machen sollen. Meine Reaktion: Ohren auf Durchzug und mein eigenes Ding machen! Ist aber manchmal leichter gesagt als getan, verflixt! Tolle Ratschlaggeber sind auch Leute, die noch keine Kinder haben, aber so tun, als ob sie schon 10 zur Welt gebracht haben. Darüber hab ich nur Schmunzeln können. (Beste Tipps überhaupt: Du Katharina, bitte reib deinen Bauch immer gut ein, das gibt sonst Schwangerschaftstreifen. Iss das noch, du ist ja jetzt für zwei.  Ja ne, ist klar!) Die besten Tipps hab ich im Nachhinein von „älteren“ Mamis/Papis bekommen. Da hab ich bis jetzt nur liebe Menschen kennengelernt, die mir nach zwei, drei, vier, fünf Kindern nüchtern und ehrlich gesagt haben, was bei ihnen Sache war, was sie für übertrieben halten und wo ich mich entspannen sollte. Diese Tipps und Sichtweisen decken sich oft (bei mir zumindest) mit denen von meiner Hebamme bzw. meinem Frauenarzt und holen mich regelmäßig auf den Boden zurück! :)
  4. Ich kann mein imaginäres „Please, don’t touch my belly“-Tshirt endlich aussortieren! Wahrscheinlich wird es aber bald durch ein Please, don’t touch my babygirl!-Tshirt ersetzt werden. Aber jetzt mal Butter bei die Fische: Es gibt sie, die Bauchtatscher! Und es sind nicht wenige! Manche kannte ich, manche kannte ich nicht, aber den meisten hätte ich am liebsten eins auf die Finger gegeben, wenn sie schnell, ja gar flux und ganz selbstverständlich übergriffig wurden und meinen Bauch angefasst haben. Ich, alias das Zootier, war zuerst geschockt und gelähmt und dann bald schon sehr direkt. Geht gar nicht, liebe Bauchtatscher: G-A-R  N-I-C-H-T!
  5. Ich hab die Hoffnung auf den Spruch „Na, wie gehts EUCH so?“ eine befriedigendere Lösung bieten zu können. Im Moment fällt Letztere immer recht mager und einseitig aus und auch, wenn ich mir nicht allzu große Hoffnungen mache, den Spruch in den nächsten 2 Jahren vollkommen beantworten zu können, bin ich doch froh, wenigstens ansatzweise was Schlaueres darauf sagen zu können.

Das waren sie also meine Gründe und kleinen Geschichten aus dem Leben einer Schwangeren. Vielleicht kennt die eine oder der andere Gründe wie diese oder weiß, was ich damit meine oder vielleicht hast du noch andere Gründe, die du mir verraten willst?

Was fandst du richtig klasse am schwanger sein und was zum Abgewöhnen? Schreib ruhig einen Kommentar, ich freu mich sehr darüber.

Liebste Wochenendgrüße von

Kaddi

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6 Comments

  1. Ulla 15/11/2014

    Hallo, ich hab vor11 Tagen entbunden und geniesse es total nicht mehr schwanger zu sein. Endlich wieder die treppe hoch ohne Pause, himmlisch wieder auf dem Bauch schlafen zu können. Kein sodbrennen mehr ( hatte ich ganz übel) und überhaupt „schnelle“ Bewegungen. Speziell den 9. Monat fand ich zum abgewöhnen- aber das Ergebnis entschädigt einen dann doch für all die Mühen

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    • 15/11/2014

      Hallo Ulla! Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines/eures Kindes! Ich hoffe, dass es euch beiden richtig gut geht und ihr das Wochenbett genießt!?!
      Und ja: Endlich wieder normal Treppen laufen und auf dem Bauch schlafen können, darauf freu ich mich auch schon wieder! :)
      Beide Listen könnten einfach immer und immer weiter geschrieben werden, ne?

      Liebe Grüße von Kaddi

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  2. Maccabros 16/11/2014

    alles Gute für Dich/Euch….

    GLG

    Maccabros

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    • 18/11/2014

      Danke für die guten Wünsche! Ich hoffe, dass es dir gut geht!?!
      Liebe Grüße,
      Kaddi

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  3. Juliane 04/12/2014

    Sehr schöner Text! Ich könnte jeden Punkt unterschreiben!! Jetzt freue ich mich erstmal darauf am 19.12. meinen letzten Arbeitstag zu haben, Weihnachten zu genießen und dann gehts los 😀
    Herzlichst Juliane

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    • 04/12/2014

      Hallo Juliane, bis zum 19.12. ists ja gar nicht mehr lang, wie genial!<3 Hast du dir denn schon ein paar schöne Dinge für den Mutterschutz vorgenommen? Weihnachten genießen steht auf meiner Liste auch ganz weit oben und ganz, ganz viel entspannen. Und bei dir?

      Liebe Grüße,
      Kaddi

      Antworten

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