Heute Nacht habe ich von ihm geträumt. Ja, ich gebe es zu. “Ein anderer” war in meinem Träumen. Erwischt! Aber kein Grund zur Sorge, es handelt sich dabei um einen Kuchen. Ja, ihr habt richtig gelesen, einen Kuchen. 
Gestern wurde ein riesiges Spektakel wegen eben dieses Kuchens gemacht. Mein Mann kam nach Hause und auf dem Küchentresen war “etwas” unter einem grün-weiß karierten Tuch versteckt, da stieg die Neugier! Natürlich wisst ihr, was dieses “etwas” ist
Dann folgte das Enthüllungsprozedere. Wir gingen also beide feierlich auf den Kuchen zu, atmeten ganz tief ein, das Tuch wurde noch feierlicher und vorallem blitzschnell vom Kuchen gezogen – ich kam mir vor wie bei der festlichen Enthüllung einer neuen Statue – ein Staatsakt. Tadaaaaaaaa, da war er also, der Rhabarber-Erdbeer-Käsekuchen. Natürlich bekam der hungrige Gatte sofort ein Stück des Kuchens serviert. Gespannte Blicke… Er kaut… Ahhh, er sieht doch zufrieden aus, oder?.. Nun sag schon was… Und er sagte was: Es schmeckte ihm gut, sehr gut.
Meine Reaktion: Ich lief tanzend und jubelnd durch die Wohnung, als ob ich gerade Gold für Deutschland geholt hätte. Ich war verdammt stolz, denn ich finde auch heute noch (nach einem Stück des entzückenden Kuchens zum Frühstück), dass das der beste Kuchen ist, den ich in den letzten Monaten gebacken habe.
Warum fragste dich ? Es ist die Mischung aus den süß duftenden Erdbeeren, die riechen, als ob ich sie gerade vom Erdbeerfeld gepflückt hatte, dem leicht säuerlichen Rhabarber und der süßlichen, vanilligen Käsekuchenmasse. Die ganze Wohnung roch gestern nach dieser Mischung = WUNDERBAR!
Aber nun möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen, hier kommt das Rezept, das ich übrigens bei Fräulein Ordnung gefunden, aber noch leicht abgewandelt habe:
Rhabarber-Erdbeer-Käsekuchen (für eine große Quicheform/ca. 8-10 Stücke)
Für den Boden braucht ihr:
125 g Butter, 175 g Mehl, 75 g Haferflocken, 75 g Zucker, 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker, Salz, eventuell 1-2 EL Crunchy Müsli
Für die Füllung braucht ihr:
ca. 350 g Rhabarber, ca. 250 g Erdbeeren, 1 Pck. Bourbon-Vanillezucker, 75 g Zucker, 375 g Quark (20% Fett), 2 Eier, 3/4 Packung Puddingpulver Vanille
Und so geht’s:
- Den Backofen auf 180° (Umluft) vorheizen, Backform einfetten bzw. mit Backpapier auslegen. Aus den Zutaten für den Boden Streusel herstellen. Nun nehmt ihr ca. 3/4 der Streusel und verteilt sie auf dem Backformboden, gut andrücken, sodass ein fester Kuchenboden entsteht. Die Backform kommt jetzt für ca. 15 Minuten in den Ofen.
- In der Zwischenzeit bitte die Erdbeeren und den Rhabarber waschen. Ich habe den Rhabarber abgezogen bzw. geschält. Wer das noch nie gemacht hat, der sollt *HIER* mal vorbeischauen. Nachdem ihr den Rhabarber geschält habt, schneidet ihr ihn in kleine, ca. 1cm dicke Scheiben, die Erdbeeren bitte halbieren. Beides wird mit dem Bourbon-Vanillezucker gezuckert und muss nun ca. 10-15 Minuten ziehen. Anschließend solltet ihr das dabei entstandene Wasser abgießen.
- Während die Früchte ziehen, könnt ihr die Käsekuchenmasse herstellen. Dafür vermischt ihr Quark, Eier, Zucker und das Vanille-Puddingpulver miteinander.
- Ihr gebt diese Mischung auf den Kuchenboden und verteilt sie darauf gut. Ich habe die Käsekuchenmischung ehrlich gesagt sofort auf den Boden gegegben und Letzteren nicht noch abkühlen lassen. Wurde dennoch sehr gut!
- Zum Abschluss verteilt ihr die Früchte auf den Kuchen und gebt die restlichen Streusel darüber.
- Dann kommt der Kuchen bei ca. 180/190°C für 40 Minuten in den Ofen (Umluft). FERTIG!
Ja, das war’s. Gar nicht so schwer, oder?
Na, werdet ihr diese Leckerei mal nachbacken? Was ist denn gerade euer Lieblingskuchen, für den ihr staatsaktähnliche Freudentänze und Zeremonien begeht? Schreibt mir, ich freue mich.
Bis dahin, liebste Grüße,
















